700 Asylanten nach Berg am Laim?

2011-09-10T11:24:33+00:0019. August 2011|

… und die Stadt stellt sich taub / Nur die BIA wird im Rathaus aktiv

Im Stadtteil Berg am Laim im Münchner Osten herrscht Unruhe. Ein Investor plant dort, ein leerstehendes Firmengebäude inmitten der Wohnbebauung zu einer Massenunterkunft für 700 Personen – mutmaßlich Billig-Importarbeitskräfte oder Asylbewerber – umzufunktionieren. Eine Anwohner-Initiative hat sich formiert und warnt zurecht, daß bei „so vielen (…) auf engstem Raum konzentrierten nicht heimischen Menschen (…) mit erheblicher Ruhestörung, Verschmutzung und kriminellen Delikten“ gerechnet werden müsse.

Der Münchner Stadtrat, an den sich die Initiative ausdrücklich wandte, um die Massenunterkunft zu verhindern, sieht offenbar keinen Handlungsbedarf. Als einzige Gruppierung im rot-grünen Münchner Rathaus ist deshalb jetzt die BIA aktiv geworden und fordert in einem heute eingebrachten Antrag ein sofortiges Tätigwerden der Stadt. In der Antragsbegründung heißt es:

„Daß der Stadtrat über den aktuellen Sach- und Planungsstand in der Angelegenheit informiert wird, ist eine Minimalforderung. Daß sich die Kommune darüber hinaus vor ihre Bürger stellt und ihnen zur Seite steht, wenn es um die Abwehr von Ruhestörung, Verschmutzung, Überfremdung und Kriminalität geht, sollte man eigentlich von einer solidarisch handelnden Stadtführung erwarten dürfen.“

Als einziger von 80 Münchner Stadträten hat sich BIA-Stadtrat Karl Richter darüber hinaus ausdrücklich mit der örtlichen Bürgeraktion solidarisch erklärt und den Initiatoren jede Unterstützung bei der Verhinderung der geplanten Massenunterkunft angeboten.