Auf ein Neues: Keine Moschee in Sendling!

2020-01-13T18:26:13+01:0010. Januar 2020|

Antrag vom 10. Januar 2020

Ich beantrage:

Der Stadtrat beschließt: eine u.U. zur Debatte stehende Genehmigung einer religiösen Einrichtung – hier: einer von der bosnisch-islamischen Gemeinde bzw. vom Verein „Hidaje“ geplanten Moschee – an der Edelsbergstraße im Stadtteil Sendling-Westpark – wird nicht erteilt; Planungsarbeiten für dieses Moscheebauprojekt werden nicht begonnen bzw. erforderlichenfalls gestoppt.

Begründung:

BIA-Stadtrat Karl Richter

Pikanterweise ausgerechnet zum Beginn des Münchner Kommunalwahlkampfs 2020 sorgt im Münchner Westen erneut ein Moscheebauprojekt für Unruhe. Das Vorhaben der islamisch-bosnischen Gemeinde war unlängst auch Thema im Bezirksausschuß Sendling-Westpark, wo im Stadtviertel kursierende Sorgen vorgebracht wurden. Selbst die „Süddeutsche Zeitung“ konnte nicht verschweigen, daß (Stand: Dezember 2019) mindestens 227 betroffene Anwohner inzwischen mit ihrer Unterschrift ihre Ablehnung des Projekts dokumentiert haben – während sich die im Bezirksausschuß vertretenen Parteien mit großer Mehrheit für das Moscheeprojekt erklärt haben (hier wiedergegeben u.a. nach: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-sendling-westpark-islam-gemeindezentrum-verkehr-1.4729133; zuletzt aufgerufen: 10.01.2020, 0.20 Uhr; KR).

Die Vorgänge rufen ungute Erinnerungen an das frühere von der Stadt vorangetriebene Projekt der Sendlinger Großmoschee am Gotzinger Platz wach. Dieses sorgte nicht nur im Stadtviertel viele Jahre lang für Unruhe und trug zu einer aufgeheizten Stimmung bei, sondern veranlaßte immerhin mehr als 60.000 Münchner Bürgerinnen und Bürger dazu, mit ihrer Unterschrift ein eigenes Volksbegehren gegen das Vorhaben zu unterstützen, das 2014 auch den Stadtrat beschäftigte.

Die schon seinerzeit berechtigten Sorgen vieler Bürgerinnen und Bürger stehen angesichts des neuen Moscheeprojekts nun unversehens wieder im Raum. Zu befürchten steht, daß die Münchner Rathausparteien nichts aus den damaligen Vorgängen gelernt haben und auch das neue Moscheebauvorhaben unterstützen werden. Im Interesse des Friedens der Stadtgesellschaft, aber auch ganz konkret im betroffenen Stadtviertel Sendling-Westpark ist das völlig inakzeptabel. Um einer Neuauflage des jahrelangen Tauziehens um einen unangemessenen, deplazierten und in seinen Folgen völlig unkalkulierbaren Moscheebau vorzubeugen, ist es deshalb angezeigt, daß die LHM allen Planungen im Zusammenhang mit einer Moschee an der Edelsbergstraße von vornherein eine klare Absage erteilt. Nicht nur die besorgten Bürger der Umgebung werden es ihr danken.


Karl Richter
Stadtrat

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