Außer-Haus-Beratungen städtischer Mitarbeiter – muß das sein?

2019-05-20T12:52:57+00:0020. Mai 2019|

Anfrage vom 20. Mai 2019

Lange Wartezeiten (etwa bei der Führerscheinstelle des KVR) und Unzulänglichkeiten bei der Terminvergabe im KVR und in den Bürgerbüros sorgen immer wieder für Unmut. Erst unlängst beschäftigte das Thema deshalb auch den Münchner Stadtrat. – Vor diesem Hintergrund ist schwer nachvollziehbar, daß städtische Mitarbeiter Termine und Beratungen auch außer Haus wahrnehmen, obwohl in den Behörden Mitarbeitermangel besteht, der immer wieder zu den bekannten Unzulänglichkeiten führt. Nichtsdestotrotz bietet etwa das Amt für Wohnen und Migration am städtischen Integrations-Vorzeigestandort „Bellevue di Monaco“ – also außerhalb der eigenen Behörde – jede Woche Arbeitsmarktberatung an, die sich gezielt an ausländische Interessierte wendet (der Link hier: https://bellevuedimonaco.de/veranstaltung/arbeitsmarktberatung/2019-05-15/; zuletzt aufgerufen: 20.05.2019, 02.00 Uhr; KR). Umso unverständlicher ist dieses Angebot auch angesichts der Tatsache, daß die LHM bekanntlich mit viel Geld den „München-Paß“ inklusive IsarCard S für monatlich 30,— EUR (= pro Tag 1 Euro) anbietet – damit sind auch Fahrten zu den Ämtern möglich und zumutbar, etwa zum KVR (Ausländeramt) oder zum Sozialreferat (Sozialbürgerhaus, Jobcenter, Amt für Wohnen).

Ich frage den Oberbürgermeister:

  1. Welche derartige „Außer-Haus“-Beratungen und -Betreuungen gibt es ausschließlich für „Flüchtlinge“ und Migranten?
  2. Warum werden die knappen Ressourcen und Kapazitäten an städtischen Mitarbeitern nicht besser genutzt und Vorsprachen ausschließlich in den Büroräumen wahrgenommen? Bei Außer-Haus-Terminen fallen schließlich Fahrtkosten, Fahrzeit, Arbeitszeit usw. an.


Karl Richter
Stadtrat

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