BIA-Protest wirkt – Politiker kommen in die Gänge

2014-09-13T04:29:29+00:0012. September 2014|

Entspannung im Münchner Norden? / Neue Aufgaben in anderen Stadtteilen

Es tut sich was in der seit Monaten mit Asylbewerbern überbelegten Bayernkaserne im Münchner Norden. Will man Medien und Politikern glauben, sollen vom heutigen Freitag an ein Großteil der derzeit rund 1800 Asylbewerber mit Bussen abtransportiert und in andere Unterkünfte verlegt werden. 700 von ihnen sollen sogar Zugfahrkarten erhalten und in andere Bundesländer geschickt werden. Neuzugänge in der Münchner Erstaufnahmeeinrichtung sollen künftig nur noch wenige Tage in der Bayernkaserne bleiben und dann ebenfalls weiterverteilt werden. So soll verhindert werden, daß es in Zukunft wieder zu anhaltenden Mißständen in und außerhalb der Bayernkasere kommt, wie es seit Monaten der Fall war. Anwohner hatten sich wegen fortgesetzter Belästigung zuguterletzt an die BIA gewandt und um Unterstützung gebeten – alle anderen 79 Stadträte ignorierten die Bürgersorgen leider.

Die Folge waren insgesamt 18 Kundgebungen im Viertel seit dem 9. August – zwei weitere mußten wegen eines Todesfalls abgesagt werden –, mit denen der Protest der Anwohner gebündelt wurde. Schon nach den ersten drei Versammlungen, mußte sogar die gleichgeschaltete „Süddeutsche Zeitung“ einräumen, sah sich die Stadtpolitik zum Reagieren veranlaßt. Auch die nunmehrige Neuregelung der Verweildauer künftiger Asylbewerber in der monatelang überfüllten Bayernkaserne ist eine unmittelbare Folge der BIA-Kundgebungen. Ohne anhaltende und lautstarke Proteste wären die Münchner Stadtpolitiker, von denen in Freimann leider nur ein einziger sein Mandat im Dienst der einheimischen Münchner Bürger ernstnahm, bis heute nicht in die Gänge gekommen.

Vor dem Hintergrund dieser Verbesserung der Situation im Münchner Norden werden die Kundgebungen dort vorerst ausgesetzt. Allerdings sind die Münchner Rathausparteien im Zusammenwirken mit der CSU-Staatsregierung wild entschlossen, schon ab Oktober überall im Stadtgebiet weitere Asyl-Unterkünfte aus dem Boden zu stampfen, zum Teil in Größenordnungen von mehreren hundert Plätzen. Die BIA wird auch an den neuen Standorten schon bald den Widerstand der Anwohner bündeln und die Bürger ermutigen, sich von „ihren“ Katastrophenpolitikern keine weiteren Zumutungen in Sachen Asylanten gefallen zu lassen – es geht um unser aller Heimat, Sicherheit und Lebensqualität.