Chancenlose Migranten?

2012-05-02T17:16:47+00:002. Mai 2012|

Seit mindestens zwei Jahrzehnten bemühen sich die rot-grünen Stadtoberen um ihre liebste Clientel: die „Münchner mit Migrationshintergrund“ – sprich Ausländer. Und hiervon besonders die Jugendlichen, bei denen selbst intensivste Qualifikationsmaßnahmen wenig Erfolge zeigen. Die beliebteste Ausrede für den Mißerfolg ist bei neoliberalen Marxisten dann immer wieder die „soziale Herkunft“, die den „Bildungserfolg“ verhindere.

So dokumentiert der kürzlich vorgelegte „Münchner Chancenspiegel Bildung“ des Bildungsreferats angeblich, „wie sehr das staatliche Schulsystem Kinder je nach Herkunft benachteiligt“. SPD-Stadtrat Constantinos Gianacacos behauptet sogar: „Für Kinder aus Migranten- und Arbeiterfamilien ist dieses System zum Verzweifeln.“ Das klingt nach dem Motto: Wir haben alles richtig gemacht, Schuld hat der Freistaat Bayern. Merkwürdig nur, daß deutsche oder fernost-asiatische Kinder bei diesem Schulsystem recht gut abschneiden. Ausländische Jugendliche sind an den Hauptschulen mit einem Anteil von 61,2 Prozent stark überrepräsentiert und an Gymnasien stark unterrepräsentiert (16,6 Prozent Anteil). Sie bleiben sogar häufig ohne Schulabschluß.

Die Problemgruppen bilden dabei – längst bekannt – türkische und arabische Jugendliche. Sie haben ein Absinken des Bildungsniveaus in den Grund- und Hauptschulen bewirkt, wobei alle Schüler die Leidtragenden sind. Viele Eltern reagieren mit den Füßen: Sie ziehen ins Umland, wo der Ausländeranteil in den Schulklassen noch geringer ist, oder sie geben ihre Kinder in private Schulen, sofern sie sich das überhaupt leisten können. Doch die Marxisten halten an ihrer Millieu-Theorie fest. Das Bildungsreferat kündigte an, noch vor der Sommerpause des Stadtrats ein Konzept für eine „bedarfsorientierte Budgetierung der Schulen“ vorzulegen. Das heißt wohl im Klartext: noch mehr Geld für bildungsferne Ausländerkinder – und zwangsläufig weniger Geld für echte Begabtenförderung.