Chemtrails über München – was weiß die Stadt?

2013-05-24T12:55:11+00:0024. Mai 2013|

STADTRATSANFRAGE, 24. Mai 2013

Das Thema „Chemtrails“ – das organisierte Versprühen künstlicher Substanzen, vorzugsweise von Polymerfasern, durch Flugzeuge in der Atmosphäre – wird von der etablierten Medienberichterstattung nach wie vor hartnäckig ausgeblendet oder als Fall von „Verschwörungstheorie“ dargestellt. Dessenungeachtet setzte sich in den letzten Jahren eine umfangreiche Literatur mit dem Thema auseinander, und das Internet bietet die Möglichkeit einer raschen und umfassenden Orientierung zum Stand der Diskussion. Auch in München können „Chemtrail“-Folgen von jedermann mit bloßem Auge wahrgenommen werden, denn die in der Atmosphäre ausgebrachten Polymerfäden werden durch den Regen ausgewaschen und setzen sich – relativ gut sichtbar – am Boden, an Gebäuden, Bäumen etc. ab. Über Zweck, logistische Details und Folgen von „Chemtrails“ wird anhaltend und kontrovers diskutiert, wenn auch nicht in den etablierten Medien. – Es stellen sich Fragen.

Ich frage den Oberbürgermeister:

1. Im Internet wird seit kurzem die Beobachtung diskutiert, daß die Münchner Region zuletzt am 15.05. einer intensiven atmosphärischen Ausbringung von Polymerfasern („Chemtrails“) ausgesetzt war, die sich an den folgenden Tagen am Boden absetzten. Inwieweit kann das RGU diese Beobachtung bestätigen, sei es durch eigene Erkenntnisse oder durch Verifizieren einschlägiger Meldungen?

2. Inwieweit sind „Chemtrails“ für das RGU und/oder andere städtische Stellen überhaupt ein Thema? Verfügen städtische Stellen über eigene Informationen dazu?

3. In den USA wurden bereits 2008 und 2009 nach beobachteten „Chemtrail“-Sprühaktionen durch Flugzeuge Luftproben mit sogenannten „Hepa-Filtern“ gesammelt und analysiert. „Hepa-Filter“ sind zum Erfassen von Schwebstoffen und Feinstaub geeignet. Die Untersuchungen förderten zum Teil stark erhöhte bzw. toxische Werte folgender Metalle zutage: Aluminum, Eisen, Barium, Zink, Kupfer, Mangan, Blei, Cadmium, Chrom, Nickel, Arsen, Antimon. Welche Meßergebnisse liegen von städtischen Meßstationen im Stadtgebiet für die genannten Metalle in der Zeit zwischen 15. und 25.05.2013 vor? Sind Auffälligkeiten gegenüber den statistischen Durchschnittswerten erkennbar? Kommen bei den städtischen Meßstationen Hepa-Filter zum Einsatz?

4. Inwieweit sind die mögliche Belastung der Münchner Biosphäre und ihre Folgen für die Bevölkerung durch die Ausbringung von schadstoffhaltigen Substanzen im Rahmen von „Chemtrail“-Sprühaktionen ein Thema für die Münchner Gesundheitsbehörden? Wenn nicht, warum nicht?

Unterschrift_KR
Karl Richter
Stadtrat

Link zum RatsInformationsSystem der Stadt München (neues Fenster):
http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/ris_antrag_detail.jsp?risid=2985413