Lügenpresse immer dreister: Münchner Zeitungen verbreiten frei Erfundenes

Das ist irr: die gleichgeschalteten Lügenmedien hetzen, denunzieren und desinformieren nicht nur, was das Zeug hält. Manches erfinden sie sogar komplett und verbreiten die Fiktion dann mit unglaublicher Frechheit auch noch unisono im öffentlichen Raum.

Ein ungeheuerlicher Fall, der den Lügenmedien mehr als vieles andere ihre Maske vom Gesicht reißt und zudem unangenehme Fragen nach dem Funktionieren des Rechtsstaates aufwirft: die Münchner Lokalzeitungen – „Süddeutsche“, AZ und „Bild“-Zeitung – verbreiten seit gestern penetrant Berichte über eine angebliche Gerichtsverhandlung gegen die Aschaffenburger Pegida-Rednerin und Dissidentin Sigrid Schüßler, die wegen der Störung einer Rathaus-Vollversammlung zu einer Geldstrafe von 450 Euro verurteilt wurde und gestern ihre Berufungsverhandlung haben sollte. Dabei geben die Zeitungen auch angebliche Einlassungen Sigrid Schüßlers sowie eine Urteilsbegründung des Gerichts wieder. Zu dem Vorfall war es nach einem Wortbeitrag von BIA-Stadtrat Karl Richter in der Rathaus-Vollversammlung am 27. Januar gekommen.

Nur: es gab gestern keine Gerichtsverhandlung. Weder Sigrid Schüßler noch ihr Anwalt waren gestern in München, und Sigrid Schüßler äußerte an keinem Münchner Gericht auch nur ein Sterbenswörtchen. Die angebliche Verhandlung ist erfunden. Der zunächst für gestern, 10.00 Uhr, angesetzte Gerichtstermin wurde abgesetzt, nachdem  Anwalt Björn Clemens trotz mehrfacher Anmahnung die Akten zur Prozeßvorbereitung erst letzte Woche vom Landgericht erhalten und wegen der kurzen Frist dann Widerspruch gegen den Termin eingelegt hatte. Das Münchner Gericht hatte dem letzte Woche stattgegeben – kein Termin, keine Verhandlung. Die Terminabsage gibt es schwarz auf weiß.

Unerachtet dessen veröffentlichen die Münchner Lügenblättchen schon seit gestern, verteilt über den Tag, in ihren Online-Ausgaben nahezu gleichlautende Berichte über die angebliche Verhandlung und ihren Ausgang – die „Abendzeitung“ sogar schon vor dem ursprünglichen Verhandlungsbeginn, nämlich um 8.23 Uhr. Die „Bild“-Zeitung stellte die Geschichte um 12.08 Uhr ins Netz, und die SZ schob trotz der dokumentierten Nicht-Verhandlung heute früh nochmals eine aktualisierte Version nach. Auch die heutigen Druckausgaben bleiben in trauter Gleichschaltung bei ihrem Märchen. Ein unglaublicher Vorgang.

Beobachter fragen sich jetzt einmal mehr, wie es in bundesdeutschen Medien um die Wahrheit bestellt ist – und auf welchen Wegen die Lokalpresse im vorhinein (!) von einem Urteilsspruch in einer Gerichtsverhandlung erfahren konnte, die überhaupt nicht stattfand. Aber in der Stadt der NSU-Justizfarce ist offenbar alles möglich.