Die Münchner Bäder müssen wieder sicher werden – weg mit dem „Bäder-Erlaß“ des OB!

2019-06-17T14:21:18+00:0017. Juni 2019|

Antrag vom 17. Juni 2019

Ich beantrage: Der Stadtrat beschließt: der sogenannte „Bäder-Erlaß“ des Münchner Oberbürgermeisters, der unter 18jährigen seit Mai 2019 den kostenlosen Eintritt in Münchner Schwimmbädern ermöglicht, wird unverzüglich wieder aufgehoben. Die bisherige Eintritts- und Kostenordnung der Münchner Bäder tritt wieder in Kraft.

Begründung:

Am Pfingstwochenende randalierten und pöbelten im Münchner Michaelibad rund 100 Jugendliche, die meisten davon mit Migrationshintergrund. Selbst die Lokalmedien berichteten – mit Ausnahme der „Süddeutschen Zeitung“ – teils ausführlich über die Vorfälle. Es kam zu massiven Belästigungen der Badegäste. Allein im Michaelibad mußte die Polizei laut Medienberichten fünfmal anrücken. Vergleichbare Vorfälle, obschon weniger häufig, wurden auch vom Westbad und vom Dantebad gemeldet.

Einige der Münchner Zeitungen, die für ihre kritische Haltung gegenüber dem OB nicht bekannt sind, stellten im Nachgang einen Zusammenhang zwischen den Randale-Exzessen im Michaelibad und dem sogenannten „Bäder-Erlaß“ des Münchner Oberbürgermeisters her, der im Mai verfügt hatte, im Rahmen eines „Pilotversuchs“ unter 18jährigen kostenlosen Eintritt in den Münchner Freibädern zu gewähren. So schreibt der „Münchner Merkur“: „Möglicherweise stehen die Krawalle in einem Zusammenhang mit dem Gratis-Erlass von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Er hat im Mai verfügt, dass Jugendliche unter 18 Jahren kein Eintrittsgeld für öffentliche Bäder zahlen müssen. Nach Auffassung der Münchner Polizei ist es durchaus möglich, dass das die jugendlichen Randalierer angelockt hat.“ (Quelle: https://www.merkur.de/lokales/muenchen/ramersdorf-perlach-ort43348/muenchen-krawalle-im-michaelibad-gaeste-fuehlen-sich-von-jugendlichen-belaestigt-12441970.html; zuletzt aufgerufen: 17.06.2019, 04.10 Uhr; KR).

Die Bäder-Verantwortlichen zeigen sich von den Vorfällen einstweilen überfordert, die Münchner Stadtpolitik schweigt und demonstriert Untätigkeit. Die Polizei kündigte „mehr Präsenz vor den Bädern“ (ebd.) an. Dabei ist unschwer einzusehen, daß die einzige Lösung, um Exzesse wie am Pfingstwochenende künftig zu unterbinden, darin besteht, den Gratis-Erlaß des OB schleunigst wieder aufzuheben und die bisherige Kosten- und Eintrittsordnung der Münchner Bäder wieder in Kraft zu setzen. Nachdem es sich laut dem offiziellen Stadtportal der LHM beim freien Bädereintritt für unter 18jährige ohnehin nur um einen „Pilotversuch“ handelte, der nun krachend gescheitert ist, müßte es eigentlich umso leichter sein, ihn nun schnellstmöglich wieder zu beenden. Der ungetrübte Bädergenuß der Münchnerinnen und Münchner müßte es der Stadt eigentlich wert sein.


Karl Richter
Stadtrat

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