München gleichgeschaltet – 65 Jahre nach Kriegsende!

2011-09-09T12:27:14+00:004. Mai 2010|

Etablierte Stadtratsfraktionen suhlen sich unisono in Geschichts-Masochismus

Der Münchner CSU-Stadtrat Michael Kuffer hatte es eilig: in einem Dringlichkeitsantrag für die Sitzung des städtischen Kreisverwaltungsausschusses letzte Woche fabulierte er, die Stadt München möge es mißbilligen, „daß der 8. Mai als Tag des Endes des 2. Weltkrieges durch die geplante Veranstaltung der sog. ´Freien Nationalisten´ in München-Fürstenried zu neonazistischen Propaganda-Veranstaltungen mißbraucht wird“. Denn, so Kuffer hymnisch in leicht ungelenkem Deutsch:

„Der 8. Mai ist ein Tag des Gedenkens an die Schrecken von Krieg und Unterdrückung, der Mahnung zu Frieden, Freiheit und Demokratie als unschätzbar wertvolle Güter der Menschlichkeit und auch der Freude über die Befreiung Deutschlands vom nationalsozialistischen Terror.“ [sic!]

Kuffers Antrag ging in der fraglichen Sitzung des Kreisverwaltungsausschusses – in dem die inländerfreundliche Opposition in der bayerischen Landeshauptstadt nicht vertreten ist – einstimmig durch.

Nach Ansicht von BIA-Stadtrat Karl Richter macht „Betroffenheitsgewabere“ wie das des CSU-Mannes Kuffer „unfreiwillig deutlich, wie nötig Widerspruch zur Geschichtsklitterung des tonangebenden Meinungskartells ist – daß der 8. Mai 1945 ein Tag der ´Befreiung Deutschlands´ gewesen sein soll, das wäre der Erlebnisgeneration der Vertriebenen, Ausgebombten und von den Siegern Gedemütigten nicht in ihren wirrsten Träumen in den Sinn gekommen. Daß im heutigen Münchner Stadtrat alle etablierten Fraktionen dieser Wahnvorstellung verfallen sind, zeigt freilich, daß die ´Gleichschaltung´ 65 Jahre nach Kriegsende noch lange nicht vorbei ist – blumiger, verlogener und sprachlich dürftiger als der CSU-Apparatschik Kuffer hätte selbst die SED-Propaganda unter Ulbricht die Siegerphrasen von 1945 nicht unters Volk gebracht.“

Sogar die tiefrote „Süddeutsche Zeitung“ widmete den „Befreiungs“-Verbrechen westlicher Soldaten bei Kriegsende unter der Überschrift „Vergewaltigt, verschwiegen, verdrängt“ in ihrer heutigen Ausgabe einen ausführlichen Beitrag.

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