München mauert

2011-09-10T12:28:27+00:005. Februar 2010|

Oder: Von der Zivilcourage zur Zivilblamage / Uni bunkert sich ein

Die bayerische Landeshauptstadt bunkert sich im „Kampf gegen Rechts“ ein und scheut dabei auch vor realsatirischen Einlagen nicht zurück: am gestrigen Donnerstagabend zeigte die Münchner „Zivilgesellschaft“ zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage die Zähne und konnte erfolgreich einen Versuch des Münchner BIA-Stadtrats Karl Richter abwehren, sich Zutritt zu einer Veranstaltung zu verschaffen, zu der er zuvor offiziell eingeladen worden war.

Nach der bayerischen Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU), die letzte Woche Richters Teilnahme am Holocaust-Gedenken im Maximilianeum mit einer Verstärkung der Polizeipräsenz am Landtag verhindert hatte, bemühte jetzt auch der Vizepräsident der Münchner Ludwig-Maximilians-Unversität (LMU), Prof. Dr. med. Dr. h.c. Reinhard Putz, die „Zivilcourage“ und verwehrte dem BIA-Stadtrat unter Verweis auf das Hausrecht den Zutritt zur Abschiedsvorlesung des Münchner Literaturprofessors und Romanciers („Das selbstfahrende Bett“) Herbert Rosendorfer. Richter hatte in den achtziger Jahren ein Seminar über Richard Wagner bei Rosendorfer besucht – und ist jetzt gespannt, ob die Münchner „Zivilgesellschaft“ demnächst Panzergräben zu seiner Abwehr wird ausheben lassen:

„Aber Spaß beiseite“, erklärte Richter, „ich hätte mir von einer vorgeblichen ´Elite-Universität´ eigentlich mehr Mumm im Umgang mit einem einzelnen Volksvertreter erwartet. Uni-Vize Professor Putz ist nach eigenen Angaben Spezialist für ´funktionelle Anatomie und Biomechanik des Skelettsystems´ – er selbst scheint allerdings über kein Rückgrat zu verfügen. So wird ein Schuh draus und die ´Zivilcourage´ zur Zivilblamage. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt!“

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