Nachgefragt: die Stadt und die Moschee

2012-01-28T08:47:08+00:0027. September 2011|

STADTRATSANFRAGE, 27.09.2011

Berichten der Tagespresse zufolge will sich der Penzberger Imam Binjamin Idriz auch durch ausbleibende Sponsoren nicht entmutigen lassen und das geplante Münchner Islamzentrum (ZIE-M) notfalls in abgespeckter Form verwirklichen. Um das Vorhaben voranzubringen, ist Idriz demzufolge „bereit, das ambitionierte Moschee-Projekt zu verkleinern. Man wolle zunächst eine Anfrage bei der Stadt München einreichen, was die für den Bau des Zentrums vorgeschlagenen Grundstücke an der Herzog-Wilhelm-Straße und der Dachauer Straße/Schwere-Reiter-Straße genau kosten“. Imam Idriz begründet die Dringlichkeit seines Moschee-Projekts unterdessen auch mit den „vielen Arabern, die in München ihren Urlaub verbringen würden“ und denen es „wichtig [sei], in ihrem Ferienort auch eine angemessene Moschee zu haben, die es ihnen ermöglichen würde, während des
Ramadans in München zu bleiben“ (Quelle: „Süddeutsche Zeitung“, 24.09.2011).

Ich frage den Oberbürgermeister:

1. Liegt die angekündigte Anfrage des Penzberger Imams der Stadt bereits vor?

2. Um welche Grundstücke genau handelt es sich, die die Stadt Imam Idriz für sein
Moschee-Projekt vorgeschlagen hat?

3. Zu welchem Preis bietet die Stadt die fraglichen Grundstücke zum Verkauf an?

4. Welche Kenntnis hat die Stadt bzw. das städtische Fremdenverkehrsamt davon, wie viele Araber sich während des islamischen Fastenmonats Ramadan durchschnittlich in München aufhalten?


Karl Richter
Stadtrat

Link zum RatsInformationsSystem der Stadt München (neues Fenster):

http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/ris_antrag_detail.jsp?risid=2444976