Protest gegen eine genehmigte Mahnwache – was war los?

2013-04-29T13:29:44+00:0029. April 2013|

STADTRATSANFRAGE, 29. April 2013

In den Abendstunden des 25.04. hielten ca. 40-50 Teilnehmer eines stillen Gedenkens auf dem Max-Josephs-Platz eine Mahnwache für den früheren Wehrmachtssoldaten Reinhold Elstner ab, der sich am 25. April 1995 – laut seinem Abschiedsbrief – aus Protest gegen die Dauerdiffamierung der Kriegsgeneration auf den Stufen der Feldherrnhalle selbst verbrannt hatte. Elstner wollte mit seinem Flammentod „als Fanal ein sichtbares Zeichen“ setzen. – Gegen das diesjährige Elstner-Gedenken protestierten politische Gegner, Staatsoper und Residenztheater zeigten Protestbanner, die Staatsoper beteiligte sich mit dem Abspielen von Jazzmusik aus Lautsprechern. Nach Abschluß der Veranstaltung kam es zu Rangeleien, die Polizei wirkte überfordert. – Es stellen sich Fragen.

Ich frage den Oberbürgermeister:

1. Wer meldete die Gegenkundgebung auf dem  Max-Josephs-Platz an? Welche Auflagen wurden den Teilnehmern dieser Kundgebung vom KVR gemacht – dies vor dem Hintergrund gefragt, daß die Teilnehmer an der Gegenkundgebung offenbar lärmen, beleidigen und den Platz verunreinigen (Konfetti) durften, was den Teilnehmern an der genehmigten Mahnwache untersagt war.

2. Welche Auflagen wurden der Staatsoper für die Beschallung des Max-Josephs-Platzes ggf. gemacht? Wurde die Beschallung durch die Staatsoper dem KVR im vorhinein angezeigt?

Unterschrift_KR
Karl Richter
Stadtrat

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