Verräterisches Schweigen

2016-12-04T17:29:59+01:002. Dezember 2016|

Sex-Übergriffe auf Reiters „18.jetzt“-Party – was versuchte der OB zu vertuschen?

Der Skandal um die unfaßbaren Vorgänge während der „18.jetzt“-Party im Münchner Rathaus zieht immer größere Kreise. Nicht nur, daß inzwischen auch die ausländische Presse berichtet und mit spitzen Fingern auf die bayerische Landeshauptstadt und ihren Oberbürgermeister zeigt – OB Reiter hatte höchstselbst Wert darauf gelegt, „auch viele junge Flüchtlinge“ ins Rathaus einzuladen, die dort dann eine noch nicht bekannte Zahl junger Frauen massiv sexuell belästigten. Jetzt rückt die Frage in den Mittelpunkt, warum die Öffentlichkeit erst nach fast fünf Wochen aus der Tagespresse von den Vorgängen erfuhr, und offenbar auch erst nach einer Anfrage der „Süddeutschen Zeitung“.

Bei Beobachtern drängen sich jetzt unangenehme Erinnerungen an die Ereignisse der Kölner Silvesternacht auf. Damals hatten sich 1000 bis 1500 testosterongesättigte Jungmänner, die meisten von ihnen „Flüchtlinge“ bzw. Migrationshintergründler, vor dem Kölner Dom stundenlang an Frauen vergehen können. Die Polizei war machtlos. Wie inzwischen bekannt ist, unterband der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger persönlich die Zuführung von Verstärkung für die Polizei, und danach ließen Innenministerium und Stadtführung nichts unversucht, um Abläufe und Verantwortlichkeiten zu vertuschen. Die Blaupause für die Ereignisse rund um Dieter Reiters entgleiste Rathaus-Party?

In einer Rathaus-Anfrage erkundigt sich BIA-Stadtrat Karl Richter heute detailliert danach, warum die Öffentlichkeit erst mit fast fünfwöchiger Verzögerung und erst auf Medien-Nachfrage von den Ereignissen im Rathaus erfuhr. Auch ob der Münchner OB möglicherweise eine Nachrichtensperre verhängte, möchte Richter wissen – denn auch der ansonsten meist korrekte Polizeibericht enthält zu den fraglichen Vorkommnissen eigenartigerweise nichts.

Die Rathaus-Ereignisse Ende Oktober und die Verantwortung des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter werden auch Thema auf der kommenden PEGIDA-Kundgebung am nächsten Montag sein, zu der der einzige inländerfreundliche Münchner Stadtrat neuerlich als Redner eingeladen ist. Beginn ist um 19.00 Uhr vor der Feldherrnhalle.